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owncloud und Tresorit als Wuala-Nachfolger

Kategorie Wolke Speicherdienst SSL Verschlüsselung Blackberry
Zeitsprung - Seit einigen Wochen ist nun owncloud und Tresorit bei mir im Einsatz. Und warum? Zunächst wollte ich nur Owncloud ausprobieren, bestellte mir sogar ein Zertifikat für den Webserver. Dann kam aber die große Ernüchterung: der Linux-Client funktioniert nur sehr widerwillig, ließ sich nur schwierig installieren. So probierte ich das von Wuala empfohlene Tresorit aus, es sollte ja einen tollen Rabatt geben, natürlich auch in der Version, die die gleichen Funktionen wie Wuala bot. Diese sollte pro Monat 20€ kosten. Das schien mir viel. Kunden und Partnern auch. Deshalb kündigte ich das Abo innerhalb der Prüfphase und wurde von 300GB (für drei Nutzer) auf zunächst 100GB und dann auf 3GB herunter gestuft. Meine Partner verwenden nun Owncloud auf Ihrem PC, iPhone oder übers Web.

Dummerweise hatte ich noch ein zweites Konto eröffnet und dort den Premium-Tarif für 10€ monatlich ausprobiert und verpasste die Kündigungsfrist, die hier nur 2 Wochen ist. Tresorit, und hier sehe ich einen ersten großen Nachteil, verlangt von Anfang an eine Kreditkarte, um es nutzen zu können. Also wurde das Geld nach 2 Wochen direkt abgebucht und ich hatte die Software noch nie genutzt. Aber das war meine Schuld. Der Support reagierte sehr entgegenkommend und akzeptierte meine nachträgliche Kündigung mit Löschung meiner Daten und ich bekam das Geld in voller Höhe zurück.


Die Clients

Der Tresorit-Client ist klasse für MacOSX und erst in beta für Linux. Das merkt man ihm an. Es gibt keine Integration ins Dateisystem, ist also eigentlich kaum nutzbar. Die Tresorit-Blackberry 10-App finde ich recht gut. Für owncloud gibt es sowohl für Blackberry OS10 als auch für Linux ziemlich ausgereifte Clients. Für Windows ist die Installation auch ein Kinderspiel, die Bedienung übers Netz auch möglich. Das geht bei Tresorit nicht - ein klarer Nachteil finde ich, obwohl man mit Zertifikat und Serververschlüsselung schon einen guten Sicherheitsstand erreicht. Ich finde das Konzept, keinen vollen Zugriff auf die Daten zu ermöglichen wie in Wuala auch, aus Sicherheitssicht richtig. Schließlich kann man einzelne Verzeichnisse/Dateien (zeitbegrenzt) frei geben.


Die Unterstützung

owncloud ist Opensource und daher von der Community und über verschiedene Blogs recht gut dokumentiert. Tresorit hat einen Support, der so schnell und nachhaltig ist, wie ich ihn bisher nur von IBM und O2 kenne. Noch als Business-Kunde wurde wirklich innerhalb weniger Stunden geantwortet - egal wann man schrieb. Als Basic-Kunde (die kostenlose Version) dauert die Reaktion dann schon bis zum nächsten Tag, ist aber auch qualifiziert.


Meine Meinung

Insgesamt gefällt mir Tresorit besser, es hat viele durchdachte Funktionen, es gibt für fast alle Betriebssysteme Apps oder Clients. Allerdings dürfte der völlig überhöhte Preis zusammen mit einer ungewöhnlichen Feature-Verteilung die massenhafte Verbreitung ziemlich erschweren. Man braucht schon in der einfachsten Version eine Gruppenverwaltung und nicht unbedingt versteckte Links zum Abruf aus dem Web mit Zähler und einstellbarer Gültigkeitsdauer. Es reichen auch 5 oder 3GB und eine begrenzte Transferrate. So könnte man die Anreize setzen. Wer viel und schnell Daten übertragen möchte, zahlt. Wer eine spezielle Rechteverwaltung braucht auch. Für die Eigenschaften, die man vorher bei Wuala hatte muss man bei Tresorit 40€ pro Monat ausgeben (2 Nutzer mindestens) - das hat Wuala für knapp 10€ pro Jahr gemacht allerdings mit nur 5GB und nicht 1000GB. Vielleicht ändert Tresorit ja noch seine Produktevarianten - ob dann ehemalige Wuala-Nutzer wieder zurück kommen, ist fraglich.
Owncloud hoste ich bei all-inkl.com, im Blog von Carsten Rieger fand man vor einigen Monaten hierzu viele gute Anleitungen, schade, dass es den Blog nicht (mehr?) gibt.


Hat jemand Erfahrung mit einem der beiden Systeme gemacht und schon gravierende Nachteile festgestellt?

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