Social Media - Online-Marketing - Datenschutz

15/08/2011

Identität in sozialen Netzen

Kategorie identity-management Persönlichkeitsschutz Datenschutz Pseudonym Post-Privacy
In der aktuellen Debatte über Identitätsauthentizität in sozialen Netzen geht es auch um die Frage, ob es denn überhaupt noch sinnvoll (und möglich!) ist, seine Identität zu verbergen. Nicht nur die deutsche Netzgruppierung Spackeria sondern auch Heinz Wittenbrink, Lektor von der FH Joanneum bezweifeln das. Die Qualität von Social Networks nehme enorm zu, wenn Leute unter ihrem realen Namen oder einer kontinuierlichen Identität aktiv seien. Die Spackeria geht in ihrem Blog hier noch weiter: Auch wenn es lediglich als Provokation verstanden werden will?/kann, sind Ansätze daraus beachtenswert. Ich halte es nicht nur aus der Sicht des Datenschutzes sondern auch aus der Sicht der Meinungsbildung für wichtig, dass man das Recht und die Möglichkeit hat sich unter einem Pseudonym zu äußern. Pseudonym heißt ja mitnichten anonym, denn dem Betreiber des jeweiligen Portals oder sozialen Netzes ist die Identität natürlich bekannt, schließlich lassen viele Betreiber das Hinterlassen von Kommentaren ohne vorherige Anmeldung nicht zu. Man mag einwenden, dass das auf Blogs völlig anders ist. Allerdings trägt wohl ein unqualifizierter Kommentar nicht wirklich zur Diskussion bei bzw. wird gar nicht erst veröffentlicht, wenn er gar anstößig ist. Es gibt diese Ebene des offen, direkten Dialogs im Netz unter Preisgabe des Namens, gerade weil man seine digitale Reputation aufbauen oder schärfen will. Mit diesem Hintergrund gebe ich Herrn Wittenbrink recht, dass eine nichtanonyme Äußerung die Qualität im betroffenen sozialen Medium steigert. Jedoch:

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